Jun29

Ein anderer Blickwinkel?

Wir heis­sen Sie her­zlich willkom­men zu un­ser­er neuen In­ter­view-Rei­he: Wie ak­tiviert man Men­schen, warum möchte man es tun und wie kann man es um­set­zen? Wir möcht­en in dieser Rei­he unser Wis­sen und un­sere Er­fahrun­gen mit un­ser­er Leser­schaft teilen. Es gibt so viele Wege, Men­schen zu ak­tivieren, wir möcht­en möglichst viele davon ken­nen­ler­nen.

Das er­ste In­ter­view fand mit Mind­share statt, der Agen­tur, die hin­ter Doves Kam­pagne Im­age_Hack ste­ht. Head of So­cial und Strate­gie-Ve­r­ant­wortliche der Kama­pagne Mette Bier­bum war so fre­undlich, un­sere Fra­gen zum The­ma, wie man Men­schen für ein An­liegen ak­tiviert, zu beant­worten . Vie­len Dank für die span­nen­den Ein­blicke, Mette!

Warum woll­tet ihr Men­schen ak­tivieren?

Wir woll­ten Men­schen ak­tivieren, weil wir der Mei­n­ung sind, dass sich die Darstel­lung von Frauen in der Me­di­en­land­schaft verän­dern muss. 70% der Frauen glauben, dass Me­di­en und Wer­bung un­re­al­is­tis­che Schön­heit­side­ale propagieren, die die meis­ten Frauen gar nie er­re­ichen kön­nen. Wir sucht­en in Bild­daten­banken nach starken und un­ab­hängi­gen Frauen, auf die gle­iche Weise, wie Män­ner por­traitiert wer­den. Aber wir fan­den ein­fach fast keine Bilder. Wenn wir der Wer­be­branche keine Bilder liefern kön­nen, die Stereo­type durch­brechen, wird es sehr schw­er die Me­di­en­land­schaft zu verän­dern. So ka­men wir auf die Idee mit dem Im­age_Hack.

Wie habt ihr Men­schen ak­tiviert?

Wir haben uns mit Fo­tografen zusam­menge­tan und haben Bilder­rei­hen von starken und un­ab­hängi­gen Frauen geschossen. Danach mit Marken, die die Bilder für Wer­bung ver­wen­den woll­ten.
Am 8. März, am Welt­frauen­tag, haben wir Im­age_Hack lanciert. Dazu gehörte ein Kam­pag­nen­film und Print­wer­bung für den BTB-Markt in der dänis­chen Zeitung Børsen. Wir woll­ten die Agen­turen und Wer­ber ansprechen, denn sie sind es, die die Darstel­lung von Frauen in der Wer­bung verän­dern kön­nen. Im April wurde die Kam­pagne in Ad­week er­wäh­nt, wir hat­ten da­her einiges an Me­di­en­aufmerk­samkeit, dazu ka­men zahlre­iche Marken und Fo­tografen, die sich genau für dieses An­liegen ein­set­zen woll­ten.

Was war der Nutzen?

Nun, wir er­hiel­ten eine gute Me­di­en­berichter­stat­tung, was sehr wichtig war, um die Botschaft in die Welt zu tra­gen. Für mich per­sön­lich ist es ein sehr wichtiges The­ma, denn ich glaube, dass Agen­turen und Wer­ber eine Ve­r­ant­wor­tung haben, Frauen so darzustellen, wie sie dargestellt wer­den soll­ten: näm­lich stark und un­ab­hängig.

Wie lange dauerte es, um die Be­we­gung ins Rollen zu brin­gen?

Die Idee hat­ten wir im Au­gust 2016. Das Project war sehr ehrgeizig, da wir nicht nur das Prob­lem darstellen, son­dern Lö­sun­gen aufzeigen woll­ten. Wir hof­fen, dass die Kam­pagne Kreativabteilun­gen und Agen­turen dazu in­spiri­ert, neue Kam­pag­nen zu starten, die mit weib­lichen Stereo­typen brechen.

Mehr In­ter­views zu diesem The­ma gibt es in Zukun­ft auf diesem Kanal. Wir freuen uns auf weit­ere, span­nende Begeg­nun­gen.

Bild: Pixabay CC0

Published 29.06.2017 © Brandsoul AG

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Carole Ramuz

Carole
Ramuz

Wird schwach bei Kultur und Kulinarik, begeistert sich für Menschenrechte und Leadership.

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