Mai23

Festivals X Markenkommunikation

Die Vögel zwitsch­ern, die Ho­sen wer­den kürz­er – bald fängt die Fes­ti­val Sai­son an. Fes­ti­vals sind aber nicht nur für par­ty­hun­grige Mil­lenials at­trak­tiv, son­dern auch für Marken, die eine ganze Band­bre­ite an Men­schen er­re­ichen möcht­en.

Festivalgänger sind offen und konsumfreudig – für Marken ein gefundenes Fressen

Der Vorteil von Fes­ti­vals für Marken: für prak­tisch jede Ziel­gruppe find­et man ein geeignetes Fes­ti­val. Vor Ort macht man mit at­trak­tiv­en Gewinn­spie­len und „gratis“ Di­en­stleis­tun­gen, wie einem Tat­too-Stand, ein­er DIY-Ver­schönerung von Klei­dungsar­tikeln und Fes­ti­val Gad­gets Fes­ti­val-Be­such­er glück­lich. Ziel dabei ist es, dass die Marke, ana­log zur Di­en­stleis­tung, pos­i­tiv in Erin­nerung bleibt. Fes­ti­vals bi­eten sich auch auf­grund der Gelän­deaufteilung als ide­ale Wer­be­plat­tform an. Da die Laufwege an Fes­ti­vals meist vorgeze­ich­net sind, führt prak­tisch kein Weg am Stand vor­bei. Es ist oft so, dass prak­tisch jed­er, der auf ein Musik­fes­ti­val geht, et­was Zuhause liegen lässt. Wer als Marke diese Lücke füllt, ret­tet oft das gesamte Woch­enende. Bi­etet man beispiel­sweise neben ein­er Son­nen­creme- oder Lade- Sta­tion zusät­zliche Sitzmöglichkeit­en an, kön­nen neue Kun­den gewon­nen wer­den. Ist das Bud­get gross, kann man eine ganze Bühne spon­sern und sie mit dem Na­men vollpflastern lassen. Das ist gut für das un­be­wusste Brand­ing und das Lo­go wird in vie­len Fo­tos zu se­hen sein. Eine gün­stigere Al­ter­na­tive bi­etet eine gespon­serte Lounge. Dabei hat man kom­plette Kon­trolle über das Am­bi­ente, die Sto­ry, die Musik, alles.

FO- Was?

FOMO, oder Fear of Miss­ing Out,beschreibt die Angst da­vor, et­was zu ver­passen, haupt­säch­lich aus­gelöst durch aufwendig in­sze­nierte In­sta­gram-Bilder. Das wohl äs­thetis­chste Fes­ti­val, Coachel­la, erzeugt mit ein­er regel­recht­en In­sta­gram-Über­flu­tung alle Jahre wieder das Gefühl, als einzige Per­son nicht dabei gewe­sen zu sein. In­dem man als Marke eine Fo­to­mo­tiv-Möglichkeit schafft, die op­tisch ansprechend ist, zieht man schnell eine Vielzahl Men­schen an. Eine klas­sis­che Fo­towand ist sich­er nicht verkehrt, je­doch kom­men vor allem ganzheitlich er­schaf­fene Wel­ten, wie ein Wohnz­im­mer, ein umge­bauter Bus, oder ein ver­wun­sch­en­er Garten bei den In­sta­gram-Nutzern an.  Wenn man von In­sta­gram spricht, sind auch die In­flu­encer nicht weit. Als Marke gener­iert man sehr viel Re­ich­weite, wenn man In­flu­encer als Marken­botschafter an ein Fes­ti­val ein­lädt, diese mit den Pro­duk­ten posieren und mit eigens fürs Fes­ti­val kreierten Hash­tags, im­mer wieder die Marke er­wäh­nen. Die ent­stande­nen Bilder kann man noch nach dem Fes­ti­val auf In­sta­gram posten und gener­iert somit auch Wochen später or­gan­is­che Klicks.

Schlussendlich geht es an Fes­ti­vals darum, die Men­schen in­mit­ten von einem sen­sorischen Über­fluss emo­tion­al zu berühren und an sich zu binden. Deswe­gen ist es wichtig, dass man sich mit seinem Stand, sein­er Lounge und seinen Gad­gets op­tisch sowie in­haltlich von der Konkur­renz ab­hebt und sich trotz­dem sel­ber treu bleibt. So bleibt die Marke auch noch ein halbes Jahr später im Gedächt­nis. Wer weiss, vielle­icht kauft man dann näch­stes Jahr das Fes­ti­val-Tick­et, um die Marke wiederzuse­hen anstatt den Act.

Published 23.05.2019 © Brandsoul AG

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Francesca Kleinstück

Francesca
Kleinstück

Teil der Generation Z und Hobby-Influencerin. Trinkt nicht nur gerne Kaffee - sie muss sogar, um zu funktionieren.

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