Apr28

Mit Volldampf voraus?

Die Gen­er­a­tion Z – dig­i­tal, im­mer on­line und glob­al ver­net­zt. Eine oft ver­wen­dete Beschrei­bung, die je­doch nur be­gren­zte Aus­sagekraft be­sitzt. Wer ist die Gen­er­a­tion Z, und welche Er­wartun­gen hat sie an Ihre Ar­beit­ge­ber?

Die Forschung hat mit­tler­weile be­gonnen, sich mit der Gen­er­a­tion Z zu beschäfti­gen. Während über die Nutzung von So­cial Me­dia sowie die Hal­tung zu Marken­bildern di­verse Stu­di­en veröf­fentlicht wur­den, bleibt die qual­i­ta­tive Sicht weit­ge­hend un­berührt. Klar, wir be­nutzen Snapchat und In­sta­gram mehr als un­sere äl­teren Kol­le­gen, über meine An­sicht zum ide­alen Ar­beit­ge­ber sagt dies je­doch her­zlich wenig aus. Dabei wäre genau dies für Ar­beit­ge­ber in­ter­es­sant: Welche Er­wartun­gen haben wir an un­sere Ar­beit­ge­ber, in welch­er Form möcht­en wir ar­beit­en, und welche Kon­se­quen­zen sollte die Ar­beitswelt da­raus ziehen?

Auf die in­neren Werte kommt es an

Wenn ich mich bei meinen jün­geren Kol­le­gen und Kol­legin­nen umhöre, zeigt sich schnell, dass die klas­sis­che Kar­ri­ereleit­er aus­ge­di­ent hat. Ob Koch-Lehre, In­for­matik-Studi­um oder Banken-Prak­tikum: Gefällt einem die gel­ernte Rich­tung nicht mehr, wird gewech­selt. Dank dem of­fe­nen Bil­dungssys­tem bleiben auch nach der Er­staus­bil­dung alle Möglichkeit­en of­fen, dessen ist sich die Gen­er­a­tion Z be­wusst. Der Ar­beit­ge­ber kann dabei noch so toll sein – gefällt der Job nicht, wird dieser auch nicht weit­er aus­geübt.

Dies zeigt sich in den Er­wartun­gen an die gewün­schte Ar­beits­form. Ob Home-Of­fice oder fix­es Büro, Free­lanc­ing oder Fes­tanstel­lung – solange der In­halt der Ar­beit stimmt, ist dies zweitrangig. Eine gewisse Flex­i­bil­ität wird natür­lich trotz­dem geschätzt.

Bere­it zu Höch­stleis­tun­gen

Genau hi­er liegen aber auch die Chan­cen, sich als Ar­beit­ge­ber auszuze­ich­nen. Bringt man der Gen­er­a­tion Z Ver­trauen ent­ge­gen und bi­etet ihr die Möglichkeit, sich per­sön­lich auszuze­ich­nen, sind wir dur­chaus zu aussergewöhn­lichen Anstren­gun­gen bere­it. Wer­den uns diese Chan­cen genom­men, ist es hinge­gen eine Frage der Zeit, bis das Un­ternehmen ver­lassen wird. Es soll nicht nur der Ar­beit­nehmer sein, der sich für seinen Ar­beit­ge­ber ein­set­zt, son­dern eben auch umgekehrt.

Mein­er An­sicht nach rück­en mit der Gen­er­a­tion Z junge Leute auf den Ar­beits­markt, die mo­tiviert, of­fen und flex­i­bel, aber eben in Bezug auf die Ar­beit auch eigensin­nig sind. Möchte man unser volles Poten­zial ent­fal­ten, sollte dies erkan­nt und aufgenom­men wer­den. Bei Stellen-Antritt ist der Ar­beit­ge­ber, ja sog­ar der Job, aus­tauschbar – genau das muss der Ar­beit­ge­ber än­dern. So beste­ht die Möglichkeit, die Jun­gen auch länger­fristig für ein Un­ternehmen zu begeis­tern und ihre Mo­ti­va­tion in Tat­en umzuset­zen.

Published 28.04.2017 © Brandsoul AG

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Francesca Kleinstück

Francesca
Kleinstück

Teil der Generation Z und Hobby-Influencerin. Trinkt nicht nur gerne Kaffee - sie muss sogar, um zu funktionieren.

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