Aug19

Wer bin ich?

Die Markeniden­tität beste­ht längst nicht mehr nur aus dem Lo­go und dem Iden­titätssys­tem. Durch verän­derte Touch­points entste­hen Möglichkeit­en eine Marke nicht nur vi­suell, son­dern mit allen Sin­nen zu er­leben. Fol­glich stellen sich neue Her­aus­forderun­gen, wenn es darum geht, sich als Marke gegen aussen zu präsen­tieren.

Back to Basics

Bis vor kurzem waren es der dig­i­tale Wan­del und die Sozialen Me­di­en, die das Mar­ket­ing und Brand­ing verän­derten. Dann kam Big Da­ta. Jet­zt und zukün­ftig wird aber vor allem eines zen­tral sein: ein tiefes Ver­ständ­nis davon wie das Hirn des Kon­sumenten funk­tion­iert. Neu­rowis­senschaftler, Psy­cholo­gen und Ver­hal­tensökonomen ar­beit­en fleis­sig daran zu ver­ste­hen, wie das Un­be­wusst­sein Entschei­dun­gen steuert.  Ausser­dem in­ter­essiert sie warum Kon­sumenten eine Loy­al­ität gegenüber gewis­sen Marken auf­bauen. Mit wach­sender Aufmerk­samkeit für dieses The­men­feld, wer­den in Zukun­ft Marken so aufge­baut, dass sie mit dem Hirn des Kon­sumenten vol­lkom­men in Ein­klang ste­hen wer­den.

Millenials an die Macht – aber nennt uns nicht so

Die tech-affinen Mil­len­ni­als wer­den in den kom­menden Jahren den Grossteil der Kaufkraft aus­machen, was für Marken ein Um­denken be­deutet. Laut dem Glob­al­we­bindex brauchen 4 von 10 Mil­len­ni­als die Sozialen Me­di­en, um un­ter­hal­tenden In­halt zu kon­sum­ieren. Ausser­dem kon­sum­ieren sie den In­halt vor­wiegend un­ter­wegs, was mo­bile Er­leb­nisse wichtig wer­den lässt. Neben dem mo­bile-first Ansatz ist es vor allem Au­then­tiz­ität, die ein Mil­len­ni­al zu ein­er Marke zieht. Iro­nis­cher­weise mö­gen es Mil­len­ni­als nicht als Gen­er­a­tion gen­er­al­isiert zu wer­den. Mo­men­tan machen viele Marken den Fehler, Clichés über Mil­len­ni­als in Kam­pag­nen einzubauen. Eine ehrliche und trans­par­ente Marke, die zu ihren Grund­sätzen ste­ht, kommt viel bess­er an.

Social Media und die „Cancelled Culture“

Bald wird man wohl alles und je­den on­line be­w­erten kön­nen. Wird dadurch der Kunde voll­ständig zum König und kann somit Ak­tio­nen eines Un­ternehmens leit­en? Auf den Sozialen Me­di­en wird vor allem Trans­parenz einge­fordert. Un­ternehmen kön­nen nach einem Faux-Pas in kürzester Zeit durch starke Mei­n­un­gen auf den Sozialen Me­di­en „gecan­celled“ wer­den, was einem dig­i­tal­en Todesstoss gle­icht. Deswe­gen ist es für eine Marke wichtig zu zeigen, dass sie be­deu­tungsvoll ist. Ak­tio­nen wer­den hi­er­bei für das Gemein­wohl und nicht we­gen dem Um­satz gemacht. Auf je­den Fall soll es so rüberkom­men. TOMS Shoes zeigen wie es geht: sie spenden für jedes Paar verkaufte Schuhe, ein an­deres paar Schuhe an Kinder in Not. Das funk­tion­iert, denn der Kon­sument hat ein­er­seits das Gefühl, dass die Marke ver­trauensvoll ist und an­der­er­seits, dass man selb­st eine gute Tat voll­bracht hat. Diese Pur­pose Dri­ven Mar­ket­ing Strate­gie wird mit der zunehmenden Aufmerk­samkeit für nach­halti­gen Kon­sum im­mer rel­e­van­ter, wobei Marken ohne nach­haltige Ziele und Ak­tio­nen ver­drängt wer­den.

Men­schen sind dazu gemacht, Verbindun­gen herzustellen. Wenn ein Kon­sument bei ein­er Marke die Verbindung zwis­chen den Werten und der Leis­tung der Marke nicht her­stellen kann, ver­liert man ihn/sie. Aus diesem Grund ist es wichtig, viel Wert da­rauf zu leg­en, diese Verbindung durch die Iden­tität klar und deut­lich nach aussen zu zeigen, während man ver­sucht sich auf neue Ziel­grup­pen einzu­lassen und gle­ichzeit­ig die Au­then­tiz­ität zu be­wahren.

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Published 19.08.2019 © Brandsoul AG

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Francesca Kleinstück

Francesca
Kleinstück

Teil der Generation Z und Hobby-Influencerin. Trinkt nicht nur gerne Kaffee - sie muss sogar, um zu funktionieren.

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